Da die bisherige Vorgehensweise bei der Berechnung der Abwassergebühren nur über den Wasserverbrauch nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht, hat der Gesetzgeber die Einführung des Abwassergebührensplittings vorgesehen. Hierbei wird neben dem Wasserverbrauch auch die Menge des vom Grundstück in die Kanalisation eingeleiteten Niederschlagswassers berücksichtigt.
Parallel zur Änderung der Abwassergebührenordnungen der Gemeinden und Städte sind Verfahren notwendig, die bei möglichst geringem Personal- und Kapitaleinsatz bestmögliche Ergebnisse liefern. Der häufig beschrittene Weg der Selbstauskunft der Grundstückseigner bringt meist unzureichende, überprüfungsbedürftige Angaben. Nachfolgende Schätzungen durch die Gemeinden führen nicht selten zu Widersprüchen und Klagen. Zudem ist der größte Grundstückseigner zumeist die Gemeinde selbst, so dass auch sie einen hohen Aufwand bei der Einschätzung ihrer Grundstücke betreiben muss. GeoAS-Versiegelung bietet hier das notwendige Verfahren zur Erfassung und Analyse aller Versiegelungsflächen. Mit Hilfe von hochauflösenden, lage- und höhengenau entzerrten Luftbildern werden sämtliche Versiegelungsflächen erfasst. In Verbindung mit GeoAS-ALK/ALB sowie den Daten der Steuer- und Abwasserbehörden werden die Versiegelungsflächen den Grundstücken und ihren Eigentümern zugeordnet. Die so gewonnenen Daten lassen sich dann als Steuerdatei, etwa für einen Word-Serienbrief als Mitteilung oder Bescheid an die Eigentümer, ausgeben. Die Serienplotroutine ermöglicht zudem, innerhalb kürzester Zeit maßstäbliche Karten mit Luftbild, ALK und Versiegelungsflächen für jedes gewünschte Grundstück auszudrucken. Dadurch wird den Grundstückseigentümern die Möglichkeit gegeben, die Ergebnisse der Luftbildauswertung zu kontrollieren. Das Verfahren wird transparenter und es ist mit deutlich weniger Einsprüchen zu rechnen.